Hockey Beste Herren – in voller Länge

Leider mussten wir in der aktuellen Clubzeitung den Beitrag von Björn erheblich kürzen:
Dafür hier der Text in voller Länge:

 

Hallensaison – Beste Herren

Wer unseren kleinen Bericht in der Clubzeitungsausgabe Dezember 2018 aufmerksam gelesen
hat, wird sich erinnern, dass unser vorab erklärtes Ziel für die Hallensaison 2018/19 der erneute
Klassenerhalt in der 4. Verbandsliga war. So weit so gut.
Wir starteten mit einem guten aber knapp verlorenen Spiel (4:6) gegen den Uhlenhorster Hockey
Club 4 in die Saison und fühlten uns dennoch prima gerüstet für das nächste Duell gegen den VfL
Pinneberg, immerhin ein vermeintlich direkter Konkurrent um den Klassenerhalt. Im ungefähr
schlechtesten Spiel der Vereinsgeschichte unterlagen wir gegen eine quasi chancenlose
Mannschaft aus dem Hamburger Speckgürtel mit 6:9. Der Gesichtsausdruck eines jeden im Horn-
Hamm-Dress war im Anschluss das exakte Abbild der Pokalvitrine der Fußballabteilung des TSV
Bayer 04 Leverkusen – leer. Es folgten drei weitere Niederlagen gegen den SV Blankenese
(späterer Aufsteiger), Phönix Lübeck und Marienthal.
So rangierten wir Mitte Dezember auf einem vorweihnachtlichen drittletzten Tabellenplatz (nur der
letzte von acht Mannschaften steigt ab) und hatten beide Teams hinter uns noch vor uns –
ersteres tabellarisch, letzteres kalendarisch. Sowohl der Rahlstedter HTC 3 als auch die TG
Heimfeld 4 hatten außer einem noch desolateren Torverhältnis, nicht viel mehr als wir auf die
jeweilige Haben-Seite geschafft. Damit blickten wir quasi sicheren sechs Punkten und somit
schon der Vorentscheidung zu unseren Gunsten im Kampf um den Klassenerhalt entgegen.
Die ersten drei Punkte (und damit drei weitere aus dem Rückspiel) zerschlugen sich auf formalem
Weg per Mittelung des Hamburger Hockeyverbands (HHV), dass man in Heimfeld kalte Füße
bekommen und aus all der Hoffnungslosigkeit heraus seine Mannschaft abgemeldet habe. Wer
nun bereits jubelt und meint diesen Artikel nicht mehr weiterlesen zu müssen, da der Absteiger mit
dem abgemeldeten Team ja nun feststehe, irrt, denn die an dieser Stelle sicherlich zu
überarbeitende Spielordnung des HHV besagt, dass egal wie viele Mannschaften im Saisonverlauf
abmelden, es immer einen sportlichen Absteiger gibt. Melden also – und ja, das ist jetzt eher
unwahrscheinlich – sieben Mannschaften am letzten Spieltag ab, geht es für den Tabellenersten
nicht eine Liga hoch, sondern runter, während alle (!!!) Mannschaften aus den Ligen darunter –
also auch die Absteiger – aufsteigen. Hockey kann manchmal so schön verrückt sein.
Somit stand für uns am 23.12. um 11:00 Uhr das letzte Spiel des Jahres 2018 auf dem Spielplan.
Es war eine ganz merkwürdige Partie, in dem unsere schönste Tore die waren, die wir erst gar
nicht geschossen haben. Am Ende stand eine mehr als ärgerliche 4:5-Niederlage im Spielbericht.
Weiterhin null Punkte kurz vor Heiligabend, das bedeutet in der Regel nur eins: als Tabellenletzter
ab auf den Weihnachtsmarkt. Und so hatten wir noch eine schöne Zeit in netter Hockeyrunde auf
dem Marie-Jonas-Platz in Eppendorfer.
Das neue Jahr küsste uns mit einer fast schon einkalkulierten 4:15-Klatsche beim
zwischenzeitlichen Tabellenführer Uhlenhorster HC wach. Und mit nur noch fünf Spielen bis zum
Saisonende war es nun höchste Zeit für eine Aufholjagd und als erstes besonnen wir uns auf
unsere Stärken und das was wir eigentlich können im Spiel gegen den VfL Pinneberg. Mit 9:7
revanchierten wir uns für die unglückliche Niederlage aus dem Hinspiel und sicherten uns den
ersten Saisonsieg.
Danach folgte ein Spiel gegen Blankenese, das an dieser Stelle am liebsten ausgeklammert
werden würde. Stark ersatzgeschwächt und mit einer Abwehr, offen wie der Ausgang des Brexit,
reisten wir ins Treppenviertel und bekamen dort – sportjournalistisch korrekt ausgedrückt – richtig
auf die Fresse. Man kann es nicht anders sagen. Gleichzeitig hamsterte sich Rahlstedt irgendwo
drei Pünktchen (nun derer sechs) zusammen und so waren wir (drei Punkte) wieder am
Tabellenende. Mist! Theodor Fontanes „Schwalbe“ hätte „noch drei Spiele bis Buffalo“…
Das nachfolgende Spiel in der Marzipanstadt verloren wir mehr als unglücklich. Ohne eigenen
Torwart und nur mit einem Auswechselspieler (#dritteherren) hielten wir gegen Phönix Lübeck
lange Zeit gut mit und mussten uns am Ende denkbar knapp mit 7:8 geschlagen geben. Immer
noch letzter.
Trotzdem war die Stimmung in der Mannschaft weiterhin gut und noch besser wurde sie, als wir
am vorletzten Spieltag mit einem 10:8 gegen Marienthal in eigener Halle auf Grund des besseren
Torverhältnisses wieder an den Rahlstedtern vorbei auf den rettenden sechsten Tabellenplatz
ziehen konnten. Das letzte Wochenende der Saison konnte kommen. Showdown in Rahlstedt. Wir
oder die. Uns reichte im Prinzip ein Unentschieden.
Allerdings schwebte noch ein weiteres Damoklesschwert in Form unserer in der Liga direkt über
uns ebenfalls stark abstiegsbedrohten 2. Herren über uns. Aber auch hier hat die Spielordnung –
wie zu vielen anderen Themen – etwas parat. Steigt nämlich eine Mannschaft eines Vereins in die
Liga einer anderen Mannschaft des selben Vereins ab, muss letztere ebenfalls und unabhängig
vom Tabellenplatz absteigen, da zwei Teams des selben Vereins in der gleichen Liga nicht möglich
sind.
Vor Anpfiff unserer Partie standen unsere 2. Herren auf einem Nichtabstiegsplatz, konnten aber
vom TTK Sachsenwald überholt werden. Das war uns aber egal. Wir konzentrierten uns auf unser
Spiel gegen Rahlstedt und wollten zumindest alles daran setzen, den sportlichen Klassenerhalt zu
schaffen. Alles andere stand eh nicht in unserer Macht.
Es entwickelte sich ein durchaus intensives und umkämpftes Spiel, bei dem durchaus auch die
Schiedsrichter das ein oder andere Mal im Mittelpunkt standen (#dritteherren). Nichts desto trotz
lieferten wir eine ordentliche Partie ab und gewannen schlussendlich knapp mit 4:3.
Größter Wehmutstropfen in diesem Spiel war sicherlich, dass es das letzte von Daniel „Franck“
O’Shaugnessy im Dress des THC Horn Hamm war. Franck wandert mit seiner Frau in die USA
aus. Grund genug uns bei dem besten Briten, der wahrscheinlich je im östlichen Stadtpark
Hockey gespielt hat für eine unfassbar geile Zeit auf und neben dem Platz zu bedanken. Der letzte
Sieg war auch für Dich, Junge!
Somit war eine turbulente Hallensaison abgeschlossen und das sportliche Minimalziel erreicht.
Bemerkenswert und zu erwähnen ist natürlich wie viel Spaß, Freude und Zusammenhalt in dieser
Mannschaft herrscht (#dritteherren), auch wenn über längere Zeit die gewünschten Ergebnisse
mal ausbleiben. Und so war es dann auch selbstverständlich, dass wir bei Burger und Bier die
Saison nach dem letzten Spiel mannschaftsintern noch gebührend ausklingen ließen…
Dass später am Abend unserer letzten Partie der Tontaubenklub aus Reinbek in einer für den
Gegner aus Buchholz bedeutungslosen Partie doch noch das fast unmögliche wahr machte und
unsere 2. Herren – und damit auch schlussendlich auch uns – doch noch absteigen lässt, tragen
wir mit sportlicher Fassung.
In der Reihenfolge der teaminternen Wertung standen für die besten Herren auf dem Platz:
Christoph Haindl, Johannes Rohardt, Björn Mußmann, Marcel Jann, Jürgen Alvarado, Henry Zehe,
Daniel O’Shaugnessy, Tom Spieler, Lars Frohne, Lenny Krüger, Robin von Bothmer, Tim Genter,
Josua Glimsche, Luis Lange, Mark Gebhardt, Karl Spamann, Florian Tesch, Tom Lichtenstein und
Sven Andresen.
Weiter geht es für uns auf dem Feld in der dritten Verbandsliga am 7. April um 12:00 Uhr bei THK
Rissen 1. Die weiteren Spiele: 14.04. 14:00 TTK Sachsenwald 2 (h), 28.04. Marienthaler THC 2 (a),
5.05. 19:00 SV Blankenese (a), 12.05. 14:00 TG Heimfeld 3 (h), 18.05. 12:00 Harvestehuder THC 3
(a), 26.05. 18:00 Eimsbüttler TV (h), 02.06. 14:00 THK Rissen 2 (h), 16.06. 18:00 TTK Sachsenwald
2 (a), 23.06. 16:00 Marienthaler THC 2 (h).
Björn Mußmann

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